Mittwoch, 3. Dezember 2014
















Dann können sich am Samstag ja in aller Ruhe jede Menge Menschen den schönen Lichterbaum auf dem Dach des Bosporus in der Weidengasse ansehen. Und überlegen, wer wo mitmarschiert und den Namen auf Unterschriftenlisten und Solidaritätsaufrufe setzt.



















Dienstag, 2. Dezember 2014


















Bedauerlicher Einzelfall Nummer 35?




































"It’s no secret that Alcoholics Anonymous attracts troubled individuals–and has helped many turn their lives around. But the nonprofit organization known for its 12-step program also attracts some who find it a convenient place to meet targets for a so-called “13th step”–exploiting troubled women sexually and financially, claims a California lawsuit."





via Steven Hassan - Freedom of Mind





































Der Weg der Symbolik





Bemerkenswert ist dabei jedoch, wie sich matriarchale Symbolik trotz der sich verändernden gesellschaftlichen Verhältnisse auch in den patriarchalen Jahrtausenden noch erhält. In der Jungsteinzeit entwickelt, wurde sie auch in der Bronzezeit mit ihren spätmatriarchalen Mustern weitergeführt, sie wurde in dieser Epoche sogar deutlich differenziert und bereichert. Doch auch in der frühpatriarchalen Epoche erlosch sie nicht, obwohl die diversen frühpatriarchalen Reiche rasch entstanden und ebenso rasch wieder zerfielen, auf Kosten der geknechteten Bevölkerung. Aus vielen alten Kultplätzen wurden nun von den Kelten sogenannte "Keltenschanzen" gemacht, strategische Plätze, die deswegen militärisch so günstig lagen, weil sie sich in einem Netz von Sichtlinien befanden. Als auf die Kelten die ebenfalls frühpatriarchalen Germanen folgten, wurden daraus nun germanische strategische Plätze gemacht. Doch zahlreiche Plätze blieben Kultanlagen, wobei die frühere Kultstätte der Göttin nun zu einem Platz eines Keltengottes oder des germanischen Kriegsgottes umfunktioniert wurde.






Aber auch das geschah nicht überall, denn viele Stätten der matriarchalen Göttinnen blieben erhalten, auch wenn sie nun den obersten patriarchalen Vater- und Kriegsgöttern untergeordnet wurden. Man verehrte auch diese Göttinnen weiter, doch sie wurden nun mit keltischen, dann mit germanischen Namen benannt, obwohl sie weder "keltische" noch "germanische" Göttinnen waren. Die Bauern übernahmen viele Gedanken aus der matriarchalen Weltanschauung, denn noch immer hatten sie mit Mutter Erde zu tun und hingen von deren Wohlwollen ab, ebenso davon, welches Wetter oder Unwetter der Himmel ihnen sandte. In den südlichen Teilen Mitteleuropas und entlang der großen Flüsse wurde eine römische Kulturschichte darübergestülpt. Hier erhielten die keltisierten Göttinnen dann römische Namen, und eine keltisch-römische Mischkultur entstand. Die römischen Kastelle, die Kasernen des neuen Imperiums, wurden wiederum auf die "strategisch günstigen" Kultplätze gesetzt. Und auf die schnurgerade Kultlinien, die alten Wege, baute man nun die schnurgerade Römerstraßen, die jetzt nicht friedliche Händler-Pilger, sonderen marschierende Soldaten auf dem schnellsten Weg zum Ziel brachten. Dennoch verraten die fortdauernden Überbauungen noch immer, welche Strukturen zuvor in der Landschaft bestanden haben.








Im Mittelalter fuhr man mit der Überbauung fort, denn seine Zwingburgen, heute meist zu Ruinen zerfallen, stehen größtenteils auf Kultstätten jungsteinzeitlich-bronzezeitlicher Herkunft und gewähren den berühmten "strategischen" Weitblick. Was an Kultstätten noch übrig war, wurde keltisiert, romanisiert oder germanisiert, wurde mit Kapellen, Kirchen und Klöstern besetzt, denn nun wurde alles Vorhergehende unterschiedslos unters "Heidentum" subsumiert. Diese brachte einen scharfen, weltanschaulichen Bruch mit sich, denn die vorigen Gottheiten wurden jetzt verteufelt und systematisch ausgemerzt, was insbesondere für die Göttinnen galt. Manche der uralten Göttinnen und Götter wurden - wo es möglich war - zu "Heiligen" umfunktioniert und mit Märtyrer-Legenden versehen, und im Hochmittelalter war es dann die christliche Maria, welche die Göttinnen ersetzen und jede Erinnerung an sie tilgen sollte.









In: Heide Göttner-Abendroth, Matriarchale Landschaftsmythologie. Von der Ostsee bis Süddeutschland, Erschienen 10/2014




















Montag, 1. Dezember 2014


















Am 24. November starb Laura Blumenthal. Laura war eine 20-jährige wunderschöne Frau. Und sie war damals eine zornige junge Frau.




































Moon Melody




































Auch eine interessante und durchaus lesenswerte Perspektive. Noch ein halbseidiger Herr, der sich als Vater der Nation stilisieren liess? Nein, ich dachte beim Suchen der Links zuerst nicht an die Zusammenstellung junger bis mittelalter bekannter Herren im halbkreisigen Vorstellungstribunal, die sich gegenüber der Referentin mit diesem merkwürdigen Fachgebiet und alleinerziehender Frau mit kleinem Kind als Krone der Schöpfung generierten. Hatten sie doch mindestens zwei Seminare zum entsprechenden Auftreten besucht. Allerdings nicht bei der Frau, die sich vorstellte. Ein Benehmen, das auch der einzig anwesenden Frau, die draussen nicht nur Kaffee kochte, irgendwie sichtbar peinlich war. Wie eine willige Dienerin des Pascha-Paradieses sah sie jedenfalls nicht aus. Es gibt überall solche. Und solche. Und soll ich es sagen? Doch, ich sage es: Gruss von der laut KollegInnen sehr erfolgreichen Referentin, die vor vielen Jahren verdammt viele Teilnehmer in die Häuser brachte.



















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