Freitag, 31. Oktober 2014


















Blessed Samhain - Happy Halloween









































CeiberWeiber: "Vielfach wird Halloween als reiner Kommerz wahrgenommen, als Gaudi für Kinder, die sich immer mehr verbreitet. Kritische Artikel bezeichnen es als amerikanischen Brauch, der nach Europa importiert wurde, wobei gerade noch bewusst ist, dass Halloween usprünglich von den britischen Inseln stammte. Tatsächlich ist es eigentlich die Wiedereinführung des "heidnischen" Totengedenkens der KeltInnen, die hier, in der Schweiz und in grossen Teilen Deutschlands schon lebten, bevor sie zu "InselkeltInnen" wurden. Samhain, gesprochen Sa-un oder So-win, bedeutet Ende des Sommers und basiert auf der alten Teilung des Jahres in ein Sommer- und ein Winterhalbjahr. Erst die Römer führten einen Kalender ein, bei dem das Jahresende "unlogisch" mitten in den Winter im Dezember fiel. Samhain überstand die Christianisierung deswegen recht gut, weil die KeltInnen bei aller Freude an Festen auch in dieser Jahreszeit hierbei doch auch recht nachdenklich waren und innehielten."






Papst Gregor IV verfügte im Jahr 837, dass Tote geehrt werden sollten. So setzte man für den 1. November Allerheiligen an und am darauf folgenden Tag Allerseelen. Aus Samhain wurde etwa im 16. Jahrhundert "All Hallows Eve", woraus dann der Name Halloween entstand. In Österreich wurden Blumen und Früchte auf Gräber gelegt, es gab Musik und Tanz auf Friedhöfen. Auch das Vieh wurde vom Tod eines Menschen verständigt, man gedachte der Seelen der Toten am dritten, siebten und dreissigsten Tag.






Im Tiroler Vintschgau sagte man zu Sterbenden einst, lass dir's gutgehen oder mach's denn gut, da die Menschen überzeugt waren, dass der Tod nicht das Ende, sondern den Übergang in eine andere Welt bedeutet. In der irischen Überlieferung gibt es die Bean Sí, anglisiert Banshee, die Todesfee, die man klagen hört, bevor jemand stirbt. "Häufig kommen die Bewohner der ewigen Welt, wenn ein Mensch stirbt, hervor und treten in unsere sichtbare Welt. Es kann viele Stunden, manchmal ganze Tage dauern, bis jemand stirbt.





Kurz vor dem Moment des Todes sehen viele einen toten Angehörigen, Ehepartner oder Freund. Der Schleier, der unsere Welt von der ewigen trennt, ist im Umkreis des Todes sehr dünn. Und in manchen Fällen öffnet sich dieser Schleier tatsächlich einen Moment lang, so dass der Sterbende einen kurzen Blick in die Ewigkeit werfen kann." (John O'Donohue, "Anam Cara")





















Mittwoch, 29. Oktober 2014



















"Julia aus der Küche" macht es heute kurz. Denn manches braucht halt Zeit. So wie die Regentropfen, die ans Fenster klopfen. Welches Muster wählen wir denn morgen? Und dann war noch die Brieftaube. Die, die sich auch wieder mal arg verhaltensauffällig zeigt. Aber als Brieftaube ist das Leben eben nicht leicht. Was manche Leute da alles in ihre Umschläge packen. Heute wurde hier das Problem der Heizungen besprochen. Ich entlüfte gerade vergebens. Freitag sehen wir dann weiter. Die solide Firma wunderte sich in der Vergangenheit allerdings auch schon ein wenig. Was ich wirklich gut verstehen kann. Und was lag dann heute im Hausflur auf der Treppe? Werbung auf der Rückseite eines bekannten Buch-Club-Prospekts auf Anhieb für alle erkennbar: "Wir lüften das Geheimnis". Das der Erde. Wie abgebildet in diesem Fall. Nun, was soll ich sagen: Zwei Mal eindeutig ein Fall von Höhenflug.







P.S. Heiteres Honigtopf-Werben. Gerne doch. Seid munter und mischt euch. Die Kommentatoren bei Politically Incorrect haben offenbar sehr genau hingehört, als ich heute davon sprach, dass, wer nicht richtig hören, dann wohl fühlen muss. Und morgen ein kinderführender V-Mann offenbar unbedingt ein X haben möchte. Ein anderes, als das was mir zwei rührende Mitarbeiter dieser neuen Jugendzeitschrift X-Undwieweiter ein wenig aggressiv im Viertel unter die Nase hielten. Ja. Mein Tagesablauf ist dein Tagesablauf. Wie geht's denn dem Server? Wessen Schreibtisch voll von Akten wird heute sachgerecht aufgeräumt? Und wo ist Stefan Herre? Noch im Solarium? Das Bild im Honigtopf Politically Incorrect zeigt zu den Vorfällen des Wochenendes sehr genau, wie man luntegelegte junge Leute an der langen Leine führt. Gut ist immer das Feindbild Memme - Männchen - Mami - Matriar - Wie heisst noch gleich das Fremdwort? Aber was ein echter Mann ist, der braucht keine Fremdwörter. Der braucht kein Buch. Der braucht nur einen Führer. Oder eine Führerin. Die ficken kann. Ähh, nein, das wollte ich jetzt eigentlich nicht ... oder ... vielleicht doch - nein, ich wollte eigentlich nicht das Wort Dosenfutter erwähnen.







Diese weinerlichen Rufe nach dem deutschen Vaterland auf dieser Demo. Leute, wenn ich wirklich offen hier ausspreche, wie mein Lebenslauf aussieht, dann wünschtet Ihr euch, Ihr könntet so viel kotzen wie ihr wollt. Vor lauter ekelhaften Strukturen im feinen Vaterland. Strukturen, die schuld daran sind, dass Ihr Euch wie Jammerlappen benehmt. Salafisten sind es also. So so. Wie kann man sich nur so verscheissern lassen? Ihr habt euch früher vom Klassenclown wohl auch immer am Nasenring durch den Raum ziehen lassen. Oder? Schauspieler. Und Scheiss-Strukturen sind es, die hier sind. Scheiss-Strukturen, die alle möglichen Religionen benutzen als tolle Tarnung, als Ablenkung. Als Becken, aus dem man sich nach Bedarf bedienen kann. Manche Scheisse ist nur auf Anhieb nicht erkennbar am Aussehen. Fangt doch mal bei Eurem täglichen Einkauf damit an, diese zu bekämpfen. Oder ist das etwa zu mühsam? Fragt mal nach dem nächsten Wochenmarkt. Und findet dort den Bauern, der direkt verkauft. Fragt mal den Metzger, wie die Tiere gehalten werden. Nein, es muss nicht bio-bio sein. Zum Beispiel. Zu mühsam? Tja. Dann sage ich mal: Schnauze! Jammerlappen! Schaltet weiter die Glotze ein, bedient einen weiteren Milliardenmarkt mit Eurer Anwesenheit. Und lasst Euch für dumm verkaufen. Ja. Scheiss-Strukturen hier. Und an anderen Orten. Denn Dreck kennt keine Grenzen. Genausowenig wie die Dinge, die gut tun.



















Dienstag, 28. Oktober 2014




















Ich kann NachrichtendienstmitarbeiterInnen nur davor warnen, insbesondere bei Jugendlichen rechtsextreme Einstellungen zu erzeugen, um dann besser im Milieu Fisch fangen zu können. Und einen asozialen Kapitalismus, der vor allem auf dem Rücken der Frauen ausgetragen wird, noch weiter zu verbreiten. Wer hier demonstrativ mit der Plastik-Tüte von LIDL spazierengeht, weiss anscheinend wirklich nicht, wie hoch das eigene Risiko ist, dass auch dieses Problem Ladylike! geregelt werden kann. Erstaunlich finde ich es in der letzten Zeit, wie nahe unter der Oberfläche die Sehnsucht mancher Menschen liegt, Hexen in den Ofen zu schieben. Da bedarf es gar keiner besonderen Kunst, das deutlich sichtbar werden zu lassen.







Langsam dringt es ins Bewusstsein vieler Menschen, dass Massenmedien einer der Motoren des asozialen Kapitalismus sind. Das ist gut. Böse böse Politiker haben schon in den 90er Jahren versucht, hier eine Regelung auf europäischer Ebene zur besseren Transparenz zu finden. Leider ohne Erfolg. Die Verquickung von Politik, Medien und Wirtschaft ist eben auch an der Stelle zu groß. Aber mancher Nachrichtendienstler, der im Kostüm eines Journalisten arbeitet, überlegt nun sicher noch etwas mehr, für wen er eigentlich arbeiten möchte. Die Zurechtbiegung, Zersetzung, Traumatisierung und Indienstnahme von Frauen jedenfalls trifft immer öfter auf Menschen, die darauf eine Antwort haben. Ladylike! Sozusagen. Da kann der SPIEGEL noch so sehr Horrorgeschichten über die Iranerin verbreiten, die das Problem sehr effektiv erledigt hat und dafür angeblich hingerichtet wurde. Diese und andere Horror-Geschichten von Mobben, Zersetzen, Ficken, Geschichten von luntegelegten Schafen, die anderen in die Wade beissen oder sich als Abfickautomat betätigen, was dann dazu führt, dass sie über Bord gehen und eine Runde nackt im Rhein schwimmen müssen, sind leider Alltag auch in Deutschland.







Am 31. Oktober findet das nächste Fest im Jahreskreis statt. Diese Feste sind eine Gelegenheit für Frauen, sich auf ihre eigenen Energien zu konzentrieren. Schön ist es natürlich, wenn zu diesen Festen Kostüme und Dekoration den Lebenskreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt symbolisch spiegeln. Es reichen aber schon ein paar Minuten der Stille und Konzentration, das Anzünden einer Kerze im Gedenken an jemanden, der in den Kreislauf der Wiedergeburt eingetreten ist, das Achten auf Stimmen, die vielleicht aus dem All kommen könnten. Ja, man lernt zu unterscheiden zwischen Technik, Tricks und Spiritualität. Ein paar Minuten der Besinnung tun der Seele schon gut. Sie sind ein deutliches Zeichen auch an andere, dass wir uns nicht permanent vor den Karren des Pascha-Paradieses spannen lassen. Ich empfehle noch einmal die beiden Bände der leider viel zu früh gestorbenen Irene Fleiss und werde sicher auch eine Kerze für sie anzünden: "Als alle Menschen Schwestern waren". Was wir wieder erreichen können. Wenn wir bereit sind, manche Dinge eben auch Ladylike! zu regeln.























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